Kapitel 4: Schule als Partner in der Region

Das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg orientiert seine pädagogische Arbeit an den strukturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Entwicklungen der Region. Das Schulleben ist von Offenheit, Transparenz, Flexibilität und Angemessenheit geprägt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, pflegen wir eine Vielzahl von Kontakten.

Die Verzahnung der Lebens- und Berufswelt unserer Schülerinnen und Schüler und Studierenden erfordert die Kooperation mit dualen Partnern, mit den sozialpädagogischen Einrichtungen der Region, der Agentur für Arbeit, der Stadt Remscheid, weiteren Bildungseinrichtungen und berufsständischen Organisationen. Ziel ist dabei, Herausforderungen anzunehmen und sich weiterzuentwickeln. Wir streben an, die Schülerinnen und Schüler bzw. Studierenden zu befähigen, den Wandel der Lebens- und Arbeitsbedingungen emotional und professionell mit zu tragen und verantwortlich mit zu gestalten. Aufgrund des Berufswahlverhaltens junger Menschen besuchen in großer Mehrheit Schülerinnen das KKB.

Der relativ hohe Anteil an Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden nicht deutscher Herkunft beeinflusst die Auswahl unserer Kooperationspartner.

4.1 Kooperation mit anderen Lernorten

In den teilzeitschulischen Bildungsgängen der Berufsschule bzw. der Fachoberschule sorgt eine enge Zusammenarbeit mit der Innung, der Kammer und den Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieben für einen ordnungsgemäßen Ablauf der (Berufs-) Ausbildung. Die Mitarbeit in den entsprechenden Prüfungsgremien zur Berufsabschlussprüfung ist dabei sichergestellt. Die Organisation des Berufschulunterrichts für das Friseurhandwerk haben wir in Abstimmung mit Schulaufsicht und örtlicher Friseurinnung vorgenommen.

Die Betreuung der Praktika in den vollzeitschulischen Bildungsgängen erfordert von den Lehrkräften ein hohes Maß an Engagement. Neben der Vorortbetreuung durch Lehrerinnen und Lehrer findet ein intensiver Austausch mit den Praxisstellen statt.

Für alle Schulformen gilt, dass zur Gestaltung guten Unterrichts die Arbeit an unterschiedlichen Lernorten gehört. Beispiele für Kooperationen finden Sie im Anhang II.

4.2 Kooperation mit externen Anbietern von (Aus-)Bildung und Beratung

Das KKB kooperiert in vielfältiger Weise mit Anbietern von (Aus- und Weiter-)Bildung.

Mit und bei externen Partnern organisieren wir beispielsweise Bewerbungstrainings, Projekte zur gesundheitlichen Vorsorge, Hilfen zur Berufswahl u.ä.. Außerdem nehmen wir die Unterstützung externer Partner zur Verbesserung der Chancen ausländischer Schülerinnen und Schüler am Arbeitsmarkt oder zu medienpädagogischen Fragen in Anspruch. Eine komplette Liste unserer externen Partner findet sich im Anhang I dieses Schulprogramms.

Ausblick: Zur Unterstützung bei der immer anspruchsvoller werdenden Arbeit ist es sinnvoll, zu den verschiedenen Institutionen der Schul- und Jugendsozialarbeit intensivere Kontakte aufzubauen.

Die Beibehaltung des vielfältigen Angebotes über den Unterricht hinaus lässt sich nur dann sichern, wenn die entsprechenden Ressourcen dafür zur Verfügung gestellt werden.

4.3 Kooperation mit anderen Schulen

Mit den Schulen der Sekundarstufe I in der Region führen wir einen jährlichen Austausch vor Beginn der Anmeldezeit durch. Die unterschiedlichen Bildungsgänge stellen sich in diesen Schulen vor. Den abgebenden Schulen bieten wir die Möglichkeit an, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu Hospitationen und Unterrichtsmitschauen an das KKB zu schicken, um einen besseren Einblick in den Unterrichtsalltag zu gewinnen.

Die Fachschule für Sozialpädagogik unternimmt Studienfahrten zu vergleichbaren Schulen in den Niederlanden, die eine Bewertung der Ausbildung am KKB im internationalen Vergleich anhand niederländischer Standards zum Ziel haben.

Es erfolgt ein kontinuierlicher Austausch zwischen dem Mildred-Scheel-Berufskolleg in Solingen und dem Berufskolleg Kohlstraße in Wuppertal.

Ausblick: Die Zusammenarbeit mit den Schulen der Sekundarstufe I soll intensiviert werden.

Die Schulfahrten in die Niederlande werden weiter fortgeführt.

Für die Schulform der Berufsfachschule (Kinderpflege) streben wir an, eine Kooperation zwischen den Berufskollegs der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal zu vereinbaren. Ziel ist eine Abstimmung über qualitative Standards im Sinne der Vergleichbarkeit der Ausbildung für den Bergischen Raum.

4.4 Unser Förderverein

Der Förderverein besteht seit dem 02.03.1988 und hat die Förderung der pädagogischen Arbeit an der Käthe-Kollwitz-Schule (jetzt Käthe-Kollwitz-Berufskolleg) zum Ziel, insbesondere durch Zuschüsse zur Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln sowie von Einrichtungsgegenständen und Geräten für Unterricht. Darüber hinaus unterstützt der Förderverein Veranstaltungen einzelner Bildungsgänge, Projekte und einzelne, besonders finanzschwache Schülerinnen und Schüler.

Ausblick: Durch eine verstärkte Werbung für den Förderverein soll erreicht werden, dass sich die Vertreterinnen und Vertreter der dualen Partner für das Vereinsziel engagieren. Zudem könnten Ehemalige geworben werden, Mitglied im Schulverein zu werden.

4.5 Öffentlichkeitsarbeit

Zu den beiden Tageszeitungen des Bergischen Landes "Bergische Morgenpost" und "Remscheider Generalanzeiger" bestehen gute Kontakte. Die Presse berichtet regelmäßig über besondere Aktivitäten am und um das KKB.

In unregelmäßigen Abständen laden die am Schulleben Beteiligten im Anschluss an eine Projektwoche zu einen Tag der offenen Tür ein. Hierbei wird der interessierten Öffentlichkeit das gesamte Spektrum der am KKB angebotenen beruflichen Ausbildung in seinen vielfältigen Möglichkeiten vorgestellt.

Ausblick: Im Internet findet man die Schule unter dem Namen "kkb-rs.de". Der Auftritt wird ständig aktualisiert.

Der Kontakt zu den Medien des Bergischen Landes wird intensiviert. Dabei soll neben den Printmedien auch Radio Bergisch Land (RSG) und der WDR, Studio Wuppertal, angesprochen werden.

4.6 Mitarbeit in Gremien

Der Organisationsgrad des Kollegiums in Berufsverbänden und Gewerkschaften ist hoch. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sind in ehrenamtliche Arbeit eingebunden und nutzen die Organisationen und deren Weiterbildungsangebote zur individuellen Qualifizierung. Die aktive Verbandsarbeit sichert auch, dass die Erfahrungen aus dem Schulalltag auf politische Entscheidungsprozesse zurückwirken.

Die Kompetenz in dienstlichen Belangen wird durch die Berufung eines Mitglieds des Kollegiums in eine Lehrplankommission deutlich. Die Kolleginnen und Kollegen stellen durch großes Engagement sicher, dass die Mitarbeit in allen Gremien, die das Schulleben im weitesten Sinne berühren, erfolgt.

Ausblick: Zur Sicherung der Qualität unserer schulischen Arbeit ist es nötig, im engen Austausch mit anderen Beteiligten am Bildungssystem zu stehen, damit das KKB als Schule in der Region des Bergischen Landes seine Aufgaben sinnvoll, zielgerichtet und effektiv wahrnehmen kann.