Kapitel 7: Organisationsstruktur

7.1 Unterrichtsorganisation

Auf die am KKB angebotenen Schulformen und das damit verbundene Unterrichtsangebot ist bereits im KapiteI 1 ("Guter Unterricht") ausführlich eingegangen worden.

Ergänzend ist zu bemerken:

Alle Bildungsgänge beginnen zum 01.08. und enden bei einer Regeldauer von einem bis zu drei Jahren jeweils zum 31.07.; Blockunterricht findet nur im Berufspraktikum der Fachschule sowie im Bildungsgang "Kinderpfleger/-innen werden Erzieher/-innen" statt. Der Unterricht soll üblicherweise zur ersten Schulstunde (7.45h) eines Schultages beginnen. Doch zwingt die derzeitige Raumsituation bei einigen Klassen zu einem späteren Unterrichtsanfang, was wiederum zu einem Unterrichtsende im späten Nachmittags- bzw. frühen Abendbereich führen kann. Abend- bzw. Samstagsunterricht findet zurzeit im Aufbaubildungsgang Sozialmanagement sowie im Bildungsgang "Kinderpfleger/-innen werden Erzieher/-innen" statt.

Im Rahmen der vorgenannten Absprachen organisiert jede Lehrkraft den eigenen Unterricht nach den pädagogisch anerkannten Prinzipien. Fachübergreifende Unterrichtsabsprachen finden regelmäßig in Bildungsgangkonferenzen statt, um dort u.a. der Lernfelddidaktik Rechnung zu tragen. Teamteaching wird in einigen Bildungsgängen nach Absprachen durchgeführt. Lehrerkräfte werden nur in geringem Umfang mit Einwilligung fachfremd eingesetzt.

Wegen der angespannten Raumsituation können nur noch wenige Vollzeit-Klassen fest zugewiesene Klassenräume erhalten, die auch individuell gestaltet werden können.

Das KKB versteht sich als Dienstleister für die Gesellschaft. Wir möchten mit unserem Unterrichtsangebot die gesellschaftliche Entwicklung von jungen Menschen fördern und streben an, den technischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen zu entsprechen.

Neben der gesetzlich geforderten individuellen Förderung eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin sehen wir die gezielte Förderung lernschwacher Schülerinnen und Schüler als eine pädagogische Aufgabe von besonderer Bedeutung. Daher streben wir weiterhin an, Schulsozialarbeit am KKB als unterstützende Maßnahme einzurichten.

Mittelfristig möchten wir die Allgemeine Hochschulreife, ggf. in Verbindung mit der Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher, anbieten.

7.2 Konferenzorganisation

Die Schulleitung leitet die Schul-, Lehrer- und Schulpflegschafts-Konferenzen. Den Konferenzvorsitz bei Klassenpflegschaftsversammlungen, Bildungsgangkonferenzen, Teamsitzungen und Fachkonferenzen organisieren die zuständigen Koordinatoren und leiten verantwortlich die zuständigen Bildungsgang- bzw. Fachleitungen.

Termine für Konferenzen sind an unserer Schule grundsätzlich so organisiert, dass kein Unterricht ausfällt. Alle Konferenzen werden protokolliert, die Protokolle sind allen Kolleginnen und Kollegen zugänglich.

7.3 Entscheidungsebenen

Die Entscheidungsebenen, die die Belange der Schule allgemein betreffen, entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Es sind dies im Einzelnen:

7.3.1 Schule allgemein

  • Schulleitung ("Prinzip der offenen Tür" - kurze Dienst- und Entscheidungswege für Regelungen, die die unmittelbaren Entscheidungsebenen der Schulleitung berühren)
  • wöchentliche Dienstbesprechungen der "Erweiterten Schulleitung"
  • Schul-/ Klassenpflegschaften
  • Schulkonferenz
  • Lehrerkonferenz
  • Schülervertretung
  • Etat-Konferenz

Indirekt ist auch der Schulträger über Mittelzuweisung als Mitentscheider bei Schulformeinrichtungen bzw. Stellenbesetzung der Schulleitung und als beratendes Mitglied der Schulkonferenz an der Entwicklung der Schule beteiligt.

7.3.2 Bildungsarbeit

  • Lehrerkonferenz
  • Bildungsgangkonferenzen
  • Fachkonferenzen: Deutsch, Englisch, Mathematik, Hauswirtschaft
  • Team der sozialpädagogischen Abteilung
  • Schulkonferenz
  • Schulpflegschaften
  • Klassenpflegschaften
  • Konferenzen / Absprachen mit dualen Partnern / Maßnahmeträgern
  • Lernortkooperationen

7.3.3 Disziplinarische Maßnahmen

  • Klassenkonferenzen
  • Lehrerkonferenz
  • Schulkonferenz
  • Ausschuss für Ordnungsmaßnahmen (Teilkonferenz)

7.4 Teamstruktur

Durch die neuen und sich ständig ändernden Rahmenrichtlinien der einzelnen Schulformen, die in Bildungsgängen abgestimmt werden müssen, hat sich die bis 2005 angewendete Team-Strukturierung erübrigt. Fachübergreifende Planung von Bildungsarbeit findet nach Vorstrukturierung durch Abteilungs- bzw. Bildungsgangsleitung nur noch in Bildungsgangkonferenzen statt, die nach Bedarf, mindestens jeweils zwei- bis dreimal pro Schuljahr tagen. Ein Lenkungsteam ist nur noch in der Fachschule für Sozialpädagogik installiert.

7.5 Schulräume / Ausstattung

Das Schulgebäude des KKB ist 1958 erstellt und 1984 baulich erweitert worden. Die mobiliare Ausstattung der Schulräume ist noch uneinheitlich. Wir achten darauf, dass alle Räume möglichst gleichartig ausgestattet sind.

Die Zuständigkeiten für Fach-, Unterrichts- und Sammlungsräume sowie deren jeweilige Ausstattungen sind gemäß Organisationsplan geregelt. Ein Ruhe- bzw. Krankenraum steht zur Verfügung.

An Fachräumen sind vorhanden:

  • 3 Küchen mit Universal-Nebenräumen (z. B. Verwendung als Unterrichts-, Speiseräume usw.)
  • 2 Textil-Fachräume, die mit modernen Nähmaschinen ausgestattet sind
  • 1 Fachraum zur Wäschepflege
  • 1 Fachraum für den Werk- und Kunstunterricht
  • 1 Fachraum Friseure, ausgestattet mit Rückwärts-Waschbecken sowie Übungstischen mit Klappspiegeln und Trockenhauben. Die ca. 30 Jahre alte Ausstattung entspricht noch den Anforderungen für einen handlungsorientier- ten Unterricht.
  • 1 Fachraum der sozialpädagogischen Abteilung nach dem Würzburger Modell. Der Bau dieses in seiner Art in Deutschland einmaligen Fachraumes ist nach den Vorgaben von Prof. Mahlke im Jahr 1998 realisiert worden.
  • 1 Snoezelenraum (Raum für Sinnesschulungen).
  • 3 Informatikräume (76 Plätze) für reguläre Informatik-Unterrichtszwecke. Diese Räume sind in den Jahren 2000 bis 2006 für den Informatikunterricht mit Geräten und Mobiliar neu eingerichtet worden; in die technische Ausstattung wird vom Schulträger ständig reinvestiert.
  • 1 Aula - ursprünglich auch für den Musikunterricht und für rhythmische Übungen genutzt; zurzeit wird die Aula als Behelfsklassenraum verwendet.
  • 1 Sporthalle.
  • 1 Pausenhalle mit eingerichteter Cafeteria, die als "Schülerbetrieb" geführt wird.

Darüber führen wir sukzessive durch:

  • Eine einheitliche modernisierte Ausstattung aller Unterrichtsräume
  • Eine den Schulformen angepasste individuelle Gestaltung der Treppenhäuser und Flure
  • Eine Neubeschilderung der Räumlichkeiten des ganzen Gebäudes
  • In Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement der Stadt Remscheid eine Innen- und Außensanierung des Gebäudes bis 2013
  • Die Umnutzung von Nebenräumen nach Umbau als Verwaltungs- bzw. Beratungsräume
  • Eine Initiative zur Erweiterung des Gebäudes durch Etagen-Aufstockung bzw. Umbaumaßnahmen innerhalb des Gebäudes zur Behebung des eklatanten Raummangels.

7.6 Medienverwaltung

Als Grundausstattung befindet sich in jedem Klassenraum des KKB neben einer Tafel auch ein Overheadprojektor. In den Ebenen 3 bis 5 befinden sich je eine "Medieninsel" (fahrbares Fernseh-/Video-/EDV-Geräteset).

Weitere im KKB genutzte Medien:

  1. Medienraum, darin: 6 mm Projektor, KB-Dia-Projektoren, Video-Digital-Schnittplatz, Digitalkameras, Video-Camcorder (digital), Kassetten-/ CD-Abspielgeräte, Verstärkeranlage, Moderatorenkoffer, Pinnwände.
  2. Ein Intranet, über das vom Klassenraum Video-, Audio-, Internet-Zugriffe über die "Medieninseln" auf eigene oder fremde Datenbestände ermöglicht werden.
  3. Sammlungsraum Biologie
  4. Praxisraum Sozialpädagogik
  5. drei Informatikräume
  6. Restbestände der Schulbücherei - ein großer Teil der Bücherei muss inzwischen als Klassenraum genutzt werden.

Um noch effizienter Bildungsarbeit leisten zu können, streben wir die Umsetzung folgender Projekte an:

  • Schulungsmaßnahmen für Lehrkräfte zur Nutzung neuer Medien.
  • Einrichtung einer Lernwerkstatt.
  • Einrichtung eines Trainingsraumes für soziales Lernen (siehe Kapitel 2: "Persönlichkeitsbildung und Erziehungsarbeit")
  • Einrichtung eines pädagogischen Netzwerkes.

7.7 Etat

Da die Stadt Remscheid seit einigen Jahren dem Haushaltssicherungsgesetz unterliegt, erfolgen auf den bewilligten Schuletat seit 1996 jährliche Mittelkürzungen von zunächst 10%, dann 15% und im laufenden Rechnungsjahr 30%. Nach erheblichen Etatsteigerungen in den Jahren 1997 und 1998 - auch auf Grund gezielter Ausstattungsanträge der Schule - sind die Mittelzuweisungen in den letzten beiden Jahren wieder deutlich zurückgegangen. Die Etatkonferenzen führen wir daher erst Mitte September eines jeden Schuljahres durch. Über die Mittelvergabe beschließt die Etatkonferenz. Die Geldausgabe muss wegen des Rechnungsabschlusses des Schulträgers bis Ende November erfolgen.

Geldmittel werden auf oben beschriebenem Wege auch über den Förderverein bzw. den Eigenanteil der Schülerinnen und Schüler an Bücherbeschaffung ausgeschüttet.

7.8 Verwaltungsorganisation

Dem KKB wird vom Schulträger eine Sekretärinnen-Stelle zugewiesen. Bei Erkrankung bzw. Fortbildung der Sekretärin ist erst ab der dritten Woche ein Ersatz verfügbar.

Die Verwaltungsarbeit (Schülerdatenbank, Schulstatistik, Schriftverkehr), die zentrale Zeugniserstellung sowie die Stundenplanerstellung und Vertretungsplanung führen Lehrkräfte mittels eines EDV-gestützten, vernetzten Systems durch. Ein kleiner Teil der Geräteausstattung ist durch den Schulträger 1999 geleast worden, der überwiegende Teil wurde in den vergangenen Jahren aus schuleigenen Mitteln finanziert. Die Wartung des EDV-Systems und die Schulung des Kollegiums erfolgt ausschließlich durch Lehrkräfte, die sich durch Eigeninitiative sachkundig gemacht haben.

Die Schule ist weiterhin bemüht, über den Schulträger entsprechend seiner rechtlichen Verpflichtung eine regelmäßige Betreuung und Wartung der Verwaltungs-EDV durch spezialisierte außerschulische Kräfte zu erhalten.

Zur Unterstützung der hauswirtschaftlich ausgerichteten Bildungsarbeit ist an der Schule eine Hauswirtschafterin beschäftigt. Ihr Aufgabenfeld umfasst die Beschaffung von Waren und Geräten, das Abrechnungswesen des hauswirtschaftlichen Fachbereiches sowie die Durchführung und Kontrolle von Hygienemaßnahmen in den hauswirtschaftlichen Fachräumen.

7.9 Organisationsplan

Die Schulleitung hat einen Organisationsplan erarbeitet, der nicht nur die Zuständigkeiten im schulischen Tagesgeschäft regelt, sondern auch Transparenz im Verwaltungsablauf der Schule schaffen soll. Der Organisationsplan wird nach Bedarf erneuert und einvernehmlich mit den Entscheidungsträgern der Schule umgesetzt.